14.12.2011 @ 13.12Uhr
Berlin gegen Frankfurt ein Klassiker, wie er im Buche steht. Denkt man. Ein Blick in den Gästeblock ließ die Vorfreude einiger dadurch gelockter Besucher jedoch deutlich schwinden. Nicht etwa die Eintracht war zu Gast, nein wir bekamen es mit dem FSV zu tun. Die circa 50 angereisten Gästefans schafften es immerhin, ihre zwei mitgebrachten Zaunfahnen auch an den dafür vorgesehenen Zaun zu hängen. Schafft ja auch nicht jede Szene. Auf unserer Seite begann man das Spiel mit einer größeren Spruchbandaktion die das Logo zur Pyrokampagne und zwei Spruchbänder zeigte. "SCHLUSS MIT DER VERARSCHUNG", "AUCH NIERSBACH WIRD ERST ERNST GENOMMEN, WENN WIR DEN RUNDEN TISCH BEKOMMEN". Damit schoss man natürlich nicht explizit gegen die genannte Person, sondern will klar machen, dass es völlig egal ist, wer uns verarscht bzw. im besten Fall in Zukunft auf uns zu kommt. Ob die Art und Weise der Kandidatenfindung zum DFB-Präsidenten wirklich als vertretbar zu befinden ist, soll dabei mal außer Acht bleiben.



Aber ab zum Spiel. Nach zögerlichem Anfang der beiden Mannschaft übernahm unser Team schnell die Initiative und dominierte den Gegner um unseren Rekordtorschützenkönig Benyamina. In der 17. Minute schepperte es das erste Mal im Kasten der Gäste. Kurz vor der Halbzeit erhöhte dann unsere Mannschaft auf 2 zu 0 und der Drops schien gelutscht zu sein. Auf den Rängen gab es auch ein wenig Veränderung die Jungs von TSK probierten sich dieses Mal unten neben dem WS, um einen kompakten Stimmungsblock zu bilden und somit gegen die Lethargie der letzten Heimspiele anzukämpfen. Grundsätzlich klappte dieser Versuch unten ganz gut, leider fehlt im oberen Bereich der Waldseite nun komplett eine konstante in Sachen Support, sodass wir insgesamt das Experiment als gescheitert ansehen. Die erste Halbzeit war dann auch dementsprechend. Obwohl die Leistung der Mannschaft wieder einmal richtig gut war, so sah der Support von den Rängen abermals mehr nach Arbeit als nach Emotionen aus. Mit dem Verlauf der zweiten Halbzeit und den nächsten beiden Toren der Mannschaft änderte sich das Bild dann glücklicherweise und der Support wurde leidenschaftlicher. Was jedoch eher dem Spielverlauf und Liedauswahl als den veränderten Verhältnissen auf den Rängen zuzuschreiben ist. Unsere Mannschaft gewann das Spiel also mehr als deutlich.

Am Abend begab man sich dann noch zum jährlichen Duell auf das Eis. Wer gewonnen hat, ist uninteressant bzw. interessiert vermutlich auch nur den Gewinner. Am Sonntag wurde abschließend der Abend gemütlich unter Unioner bei der Szene-Weihnachtsfeier verbracht und so hörte man sich die "alten" Geschichten von Wolfgang Wruck und Jimmy Hoge an. Beide Veranstaltungen bekommen das Prädikat sehr gut.

Zu guter Letzt bleibt noch ein Spruchband zu erwähnen. Mitte der ersten Halbzeit gab es zu lesen "Dialog und Diskussion statt Verallgemeinerung und Sanktion" ein Wunsch, den wir für den Fankongress am 14. und 15. Januar hier in Berlin haben. Der Kongress ist erstmals von Fans geplant worden und hat das Ziel mit den Verantwortlichen von DFB, DFL etc. zu erarbeiten, was der Fußball wirklich für die aktiven Fans bedeutet. Weitere Informationen erhaltet ihr unter fankongress-2012.de
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