03.12.2011 @ 13.12Uhr
Und wiedereinmal kam es zur Neuauflage dieses "Ost-Derbys". Die Anreise gestaltete sich relativ entspannt, da man den V.I.R.U.S-Entlastungszug nutzte. Im Vorfeld hörte man schon einiges von verstärkten Kontrollen, welche schon ab Lichtenberg losgehen sollten. Dies bewahrheitete sich alles erst einmal nicht und man konnte entspannt auf das 10 jährige Jubiläum der East Devils anstoßen. Glückwünsche gehen auch an dieser Stelle noch einmal in die Platte.

Nach kurzer Fahrzeit erreichte man Rostock, wo man versuchte einen ordentlichen geschlossen Marsch zum Stadion zu gestalten. Hätte man gewusst, was für Einlasskontrollen auf einen warten, hätte man den Marsch jedoch deutlich beschleunigen können, wenn nicht sogar müssen. Die Strategie der Polizei, des Ordnungsdienstes, des Rostocker Sicherheitschefs oder von irgendeinen anderen Vollidioten war gänzlich darauf ausgerichtet, ein zweites Love-Parade-Szenario hervorzurufen. Zwei kleine Eingänge zum Stadionvorplatz für 2.000 Menschen sowie, vier kleine Eingänge ins Stadion sind einfach zu wenig, und wenn dann auch nur 200 Mann in den Vorraum dürfen, ist eine Katastrophe nur eine Frage der Zeit. Zum Glück kam es nicht dazu, wobei es wohl den einen oder anderen Verletzten gab. Im Stadion angekommen wurden die Zaunfahnen wieder zweckentfremdet und so musste man massig Tape dazu verwenden, damit die Fahnen auch an der Plexiglasscheibe kleben blieben. Die Partie begann dann mit 15 Minuten Verspätung und zum Einlauf der Mannschaft gab es ein kleines Luftballon Intro auf unserer Seite, welches aufgrund des "Luftballonverbotes" jedoch sehr abgespeckt war. Im Anschluss legten beide Seiten stimmgewaltig los und peitschten ihre Mannschaften nach vorne. Auf dem Feld gab es kein großes Abtasten und die beiden Mannschaften suchten ihr Heil im Angriff. Die Rostocker eroberten sich im Verlauf der ersten Halbzeit etwas mehr Spielanteile, unsere Mannschaft hingegen ließ sich ein wenig hinten rein drängen, blieb aber gefährlich. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erleuchteten dann etliche pyrotechnische Erzeugnisse das Ostseestadion. Es ist einfach der pure Rausch, den Block in diesem hellen Licht zu sehen und mal wieder ein Zeichen zu setzen, dass jede Kontrolle der Welt Pyrotechnik nicht aus dem Stadion fernhalten kann. Leider kam es auch zu einem Böllerwurf, der aber keinem der beiden Szenen genau zugeordnet werden kann und mutmaßlich an unserer Plexiglasscheibe in den von Zuschauern freien Bereich hochging. Die Pyroshow schien auch die Spieler auf dem Feld imponiert zu haben und so sah man hervorragenden Angriffsfußball, der es ganze 5 Mal im Kasten der Rostocker klingeln ließ. In der 53. Minute konnte man somit schon das erste Mal den sicher geglaubten Sieg feiern und den Block der Suptras immer weiter verstummen lassen. Während unser Support konstant gut war, jedoch noch weiter Luft nach oben bot, beschränkten sich Teile des angrenzenden Stimmungsblocks der Rostocker zum Ende hin auf teilweise sehr plumpe Sprüche. Naja, wer es braucht. Im Anschluss an das Spiel erlebte man wiederholt die miserable Planung, so standen lediglich 4 Busse zur Verfügung, welche die Masse an Leuten zum Hauptbahnhof bringen sollten und natürlich wurden nur einige Leute auf den Vorplatz gelassen, sodass sich eine ähnliche Situation wie beim Einlass entwickelte. Irgendwann konnte man dann unverletzt den Bus besteigen und wurde zum Hauptbahnhof chauffiert. Rostock hielt sich am heutigen Tage jedoch stark zurück und so gab es nur einen kleinen 3 Mann-Angriff mit Steinen auf einen Bus, wobei es sich wohl um Ersttäter handelte, da die Wurftechnik nicht ausgereift schien. Von Rostock Hbf an erreichte man dann mit reichlicher Verspätung wieder Berlin und der zweite Auswärtssieg in Folge konnte gebührend gefeiert werden.
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