15.05.2016 @ 13.12Uhr
8. Mai - 15:30 Uhr - Bielefelder Alm. Einer von zwei Terminen, die schon seit Saisonbeginn feststanden. Ein schönes Gefühl der Planungssicherheit, noch dazu zeitlich so gelegen, dass nicht zwingend ein Urlaubstag am Montag dran glauben muss. Ein Zustand, der einen von mehr träumen lässt. Die Realität wird aber wohl auch in den kommenden Jahren nicht anders aussehen, leere Stadien, speziell in Liga zwei, aber auch in Teilen der ersten Liga, werden die Folge sein. Emotionen werden verschwinden und der Sport Fußball wird weiter steriler werden.
Schlechte Aussichten, welche uns aber nicht davon abhalten sollten, das Hier und Jetzt zu genießen. So fand einen Tag vor dem Spiel das Exilertreffen statt. Wir starteten erst am Sonntag via Bus und der Szene Köpenick im Gepäck die Reise zur Alm. Einige Brüder stießen aus Gladbach kommend erst in Bielefeld zu uns. An dieser Stelle noch unser Glückwunsch nach MG zu zehn Jahre Frontline!

Einem längeren Stau Höhe Hannover verdankten wir eine Ankunft kurz vor Spielbeginn. Der Gästeblock zeigte sich gut gefüllt und auch motiviert für die letzten 90 Minuten in der Fremde in dieser Saison.
Die Heimseite wartete mit einer Choreo auf. Die Idee des Wimpels mit Fahnen herum geschmückt ist erst einmal nichts neues, die Umsetzung des Spruchbandes mit dreidimensionalen Buchstaben vor dem Spruchband hingegen wurde bisher eher selten gesehen. Das Gesamtbild machte einen guten Eindruck, wenn auch das „Einlaufen“ der einzelnen Buchstaben sehr unmotiviert wirkte.



Bei bestem Wetter pfiff Bibi das Spiel an und von der ersten Minuten an hatte man das Gefühl, dass es heute nichts zu gewinnen gibt. Lediglich Busk im Tor wusste zu überzeugen. Auf den Rängen lieferten wir speziell in Halbzeit eins ein gutes Programm ab. Die Mitmachqoute war gut, Lautstärke und Bewegung passten ebenfalls. Bielefeld ließ sich auf der anderen Seite ebenfalls nicht lumpen. Besonders die Mitmachqoute wusste im Vergleich zu den letzten Jahren definitiv zu überzeugen. Die Leistung unserer Mannschaft wurde in Halbzeit zwei nur bedingt besser und so kam es folgerichtig zu einer verdienten 2:0-Niederlage. Die Rückfahrt verlief dann ereignislos.

Nun bleibt es abzuwarten, ob man am letzten Spieltag das Saisonziel noch erreichen kann. Insgesamt kann man aber schon sagen, dass man weiterhin nicht konstant genug war, um wirklich ernsthaft am Tor zur ersten Liga anzuklopfen

In diesem Sinne: Eisern Union!
10.05.2016 @ 13.12Uhr
Am heutigen Freitag galt es für Union, mit dem VFL Bochum gegen einen Verein im vorderen Tabellendrittel anzutreten. Das bedeutete für uns zumindest ein wenig Spannung, denn Platz 5 ist für uns mit guten Ergebnissen in den letzten 3 Spieltagen durchaus noch machbar.
Die erste Hälfte gehörte Union, jedoch konnte man daraus keinen Nutzen ziehen. In Hälfte zwei begann Bochum besser und kam öfter zum Abschluss, jedoch ohne Erfolg. Benjamin Kessel versüßte uns dann zum Glück in der 79. Minute den Tag mit dem Treffer zum insgesamt nicht unverdienten 1:0-Sieg.
Der Gästeblock zeigte sich heute zu unserer Überraschung etwas leerer als erwartet. Etwa 500 Leute waren zugegen und machten nicht mehr oder weniger Alarm als andere Szenen dieser Größenordnung. Ab und an waren sie durchaus wahr zu nehmen, würden sie jedoch noch um Platz 3 mitspielen, wäre es heute sicherlich ein ganz anderer Auftritt geworden.
Zu uns bleibt diesmal eigentlich nur zu sagen, dass wir in jeder Hinsicht einen rabenschwarzen Tag erwischten.
Zum Schluss noch Daumen hoch für eine der anfahrenden Bochumer Busbesatzungen, stabile Truppe.
Und niemals vergessen…
26.04.2016 @ 13.12Uhr
Groß motivieren mussten wir uns nicht, um uns samstags zum sehr frühen Treff aufzumachen, denn das Ziel war das Max-Morlock-Stadion und das gehört für viele Unioner zu den Saisonhighlights, auch wegen des attraktiven Gegners. Was man jedoch im Hinterkopf hat, ist ein 1900 gegründeter Traditionsverein und eine laute Heimkurve, gegen die man ansingen musste und wollte. Denkt man an den FCN, denkt der eine vielleicht eher an 9 Deutsche Meisterschaften, der andere eher an die Fahrstuhlmannschaft, die seit jeher ohne größere Konstanz durch die ersten beiden Ligen pendelt. Ein gutes Beispiel für den gelebten Gegensatz beider genannten Charakteristiken, ist die letzte gewonnene Meisterschaft im Jahr 1968 und der im Jahr darauf folgende Abstieg in Liga 2, beides unter Trainer Max Merkel. Die durch Nürnberg sehr kritisch gesehene Bundesliga war erst wenige Jahre alt und doch hatte man 1969 schon fast alles erlebt, was sie an Dramatik hergibt.
Vier Busse mit etwa 250 Szene-Leuten erreichten halbwegs pünktlich einen Biergarten in Erlangen, was auch dieses mal wieder viel zu früh durch Wachtmeister Fleißig in kontrollierte Bahnen gelenkt wurde. Immerhin beließ es dieser dann aber auch bei der reinen optischen Präsenz, sodass man ohne schikanöse Maßnahmen ereignislos mit dem Zug die Reststrecke hinter sich bringen konnte und etwa 20 Minuten vor Spielbeginn im Stadion Stellung bezog. Eine kleine Choreo war schon vorbereitet und wurde zum Einlauf der Teams gezeigt. Union begann nicht unbedingt stark, jedoch erfolgreich, was den unterm Strich doch recht glücklichen 0:2-Pausenstand zur Folge hatte. In Hälfte 2 baute man leistungsmäßig noch ein Stück ab und im Gästesektor stellte man sich auf einen harten Kampf um 3 Punkte ein. Was dann passierte hätte man jedoch so nicht erahnen können. 6 Tore später hatte Union dann aus einer komfortablen Führung ne beispiellose Klatsche gezaubert, die selbst einem erfahrenen Magier die Fragezeichen über die Stirn schreiben würde.

Der Support passte sich dem Spielverlauf nahezu an. Wenn man uns in den ersten 45 Minuten sicher noch ne stabile Lautstärke attestieren würde, waren viele Unioner in Hälfte 2 wohl in Schockstarre verfallen. Was dabei am meisten ärgert ist jedoch die Tatsache, dass man bis zur 60. Minute noch in sehr wackliger Führung lag und da muss einfach von jedem mehr kommen. Jetzt muss der Block so heiß sein, dass der Mannschaft auf dem Feld die Füße brennen, wenn sie zu lange auf der Stelle steht. Statt dessen kuschelten sich im Verlauf der Halbzeit immer mehr Leute an ihrem Bier fest und bekamen wohl daher das Maul nicht auf. Vielleicht war man auch einfach etwas beeindruckt von der Heimseite, die sofort auf ihr kämpfendes Team reagierte und im Vergleich zur ersten Hälfte n paar Schippen drauf legte als sie merkten, das Team will noch und braucht sie. Der Support war durchaus mehr als nur in Ordnung und wurde durch den 6:2 Endstand auch belohnt.

Der Weg zu den Bussen wurde dann größtenteils mit hängenden Köpfen bestritten, auch wenn das Spiel heute mit Blick auf unsere Saisonsituation ganz klar kein Beinbruch war. Nach dem Fußweg Richtung Parkplatz war das Spiel schon fast wieder vergessen, als unsere Sektion Stadionverbot als Spaß am Rande den eigenen Jungs anbot und sich dem Unionmob hinzufügte.


Und niemals vergessen…
…Sek Stadionverbot immer bei uns!
24.04.2016 @ 13.12Uhr
Den Namen des Gastes hier mal auszuschreiben ist natürlich für uns eher ungewöhnlich, zur Einleitung jedoch gewollt, denkt man bei ihm doch an die geballte Ladung Tradition. Nur ein Miesmacher würde sich dem verweigern, weil der 1. FC Heidenheim im Jahre 1846 noch der Heidenheimer Sportbund war. Den 1.FC Heidenheim gibt es interessanterweise erst seit dem Jahr 2007, als Folge der Abspaltung der Fußballabteilung, ohne die ein Aufstieg aus Lizenzgründen wohl damals unmöglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund haben selbst die Hammerhearts eine längere Geschichte vorzuweisen, womit wir nun gern in krasser Überleitung auf unseren gestern zelebrierten 12. Geburtstag hinweisen. Es war mal wieder ein Fest ohne Drehbuch und fand einmal quer durch Hellersdorf statt.

Beendet wurde es pünktlich einen Tag später zum Abpfiff des 1:0 Sieges unseres Vereins, der Grundlage unserer Existenz.
Ein Tor in Halbzeit eins war es, das uns 3 Punkte bescherte und gleichzeitig der 17. Treffer der Saison von Bobby Wuuuuuuut war. Was jedoch in der zweiten Halbzeit abging, war nah einer Frechheit zu klassifizieren. Am meisten blieb das ständige Auf-dem-Platzlliegen unserer Trikotnummer 23 im Gedächtnis. Wir hassen dieses Rumgejammere, also bitte bleib auf den Beinen, es sei denn, sie wurden dir gebrochen. Und bedenke, wir reden hier vom Plural.
Der Support auf der Waldseite war leider nicht der Rede wert, daher heften wir das mal unter durchwachsen ab. Von Heidenheim hatte man nicht viel erwartet und dafür ging es echt in Ordnung. Etwa 50 Leute lieferten Support und insgesamt waren etwa 150 Heidenheimer im Gästesektor zugegen.
Und niemals vergessen…
…nächsten Samstag alle ab nach Nürnberg!
15.04.2016 @ 13.12Uhr
Dank der netten Terminierung der DFL hatte Union also das zweite Freitagabendspiel in zwei Wochen. Aber gut, was so'n richtiger Fan ist, der plant das natürlich ein. Leider sahen das nicht alle 3000 Unioner, die das Millerntor bevölkerten, genauso und so ging es mit einem Bruchteil an Leuten nach Ostwestfalen.
Nachdem die Busse bepackt wurden und auch die letzen Langschläfer am Bus angekommen waren, fuhren diese sehr entspannt Richtung Paderborn. Wohlwissend, dass uns nicht das Highlight der Saison erwartet, gab man sich schon früh dem Alkohol und netten Gesprächen hin. Angekommen in dem Ding, was die Stadion nennen, wurde die Mauer ordentlich beflaggt und es konnte losgehen. Was dann geschah, werden die anwesenden Unioner wohl für eine lange Zeit nicht vergessen und ihr Kommen nicht bereuen. Union spielte sich in einen Rausch und schon nach 36 Minuten stand es 4:0! Bis zur Halbzeit hätte Union das Ergebnis auch noch deutliche in die Höhe schrauben können. Auf den Rängen begann währenddessen eine schöne Party, welche sich bis weit nach Ende des Spiels fortsetzen sollte.
In der zweiten Halbzeit passierte dann nix mehr, was auch völlig egal war.
Ich denke zur Szene von Paderborn braucht man nun nicht viel zu sagen. Wer seine Mannschaft im Abstiegskampf nach 20 Minuten so im Stich lässt …. Naja, nicht unser Bier!
Helden geben eben doch auf! Achso, dazu bräuchte man natürlich welche.
Hoffen wir einfach mal, dass es das jetzt für lange Zeit war, dass wir nicht mehr hierher kommen und 16 Euro für ne Karte berappen müssen.

Auf der Rückfahrt erreichte uns noch eine sehr schmerzhafte Nachricht. Halte durch Bruder, wir sind für dich da!

Ruhe in Frieden, Micha!
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