02.01.2012 @ 13.12Uhr
Am 15. Januar jährt sich wiedereinmal der Regio Cup in der Sporthalle Charlottenburg mit Beteiligung unserer Zweeten. Dies war über Jahre hinweg ein Anlass für uns dieses Fußballturnier zu besuchen und stimmungsvoll unsere Mannschaft zu unterstützen. Leider werden seit 2 Jahren unsere Freunde mit Stadionverbot von dieser Veranstaltung ausgeschlossen. Dies ist für uns der Hauptgrund diese Veranstaltung abermals nicht zu besuchen. Spieltag für Spieltag müssen unsere Freunde vor den Toren der Stadien stehen und selbst zu unbedeutenden Testspielen, ist es immer ein Kampf den Jungs 90 Minuten Fußballatmosphäre zu geben, sofern man bei Testspielen davon überhaupt reden kann. Die Möglichkeit an diesem Tag zusammen mit unseren Freunden unser Team anzufeuern wird uns abermals genommen und daher werden wir den Tag im Kreise unserer Freunde verbringen, welche auch in Zukunft vor den Toren der Stadien stehen werden. Wir hoffen dass viele sich diesem Aufruf zu Herzen nehmen und ebenso handeln werden.
Diffidati - Im Herzen immer bei uns!
21.12.2011 @ 13.12Uhr
Im Vorfeld des Spiels hat diverse Male das Wort "Topspiel" die Runde gemacht und Union wurde in den Medien als "Team der Stunde" förmlich zerfleischt. Tatsächlich ging es heute für den Sechsten zum Dritten, von einem Topspiel war jedoch zu keinem Zeitpunkt etwas zu spüren. Grund war wahrscheinlich, dass es für ein Team, dass in diesem Jahr keinerlei Aufstiegsambitionen hat, zu einer Mannschaft ging, welche am Ende sowieso wieder nicht aufsteigt. Natürlich freut sich niemand, wenn er Hunderte Kilometer durch Deutschland fährt und dann zugucken muss, wie seine Mannschaft in einer selten da gewesenen Art und Weise auf dem Platz komplett zerstört wird. Jedoch muss man sagen, dass dieser Dämpfer gegen einen Gegner, welcher in der Tabelle besser aufgestellt ist, für Träumer und Journalisten wohl zu einem günstigen Zeitpunkt kam und zeigte, dass Union in dieser Saison einfach noch nicht dazu in der Lage ist, oben anzugreifen.
Ein anderer Grund, weswegen man nie das Gefühl hatte, ein Topspiel zu besuchen war einfach mal die Tatsache, dass der Gegner immer noch FÜRTH war. Der Erfahrung nach war dieser Besuch immer nervig. Ein komisches Stadion mit seltsamen Namensanwandlungen und eine Szene, die zwar optisch und melodisch nicht selten zu gefallen weiß, jedoch von kaum jemandem wirklich ernst genommen wird.
Hinzu kam, dass man sich wiedermal an einem Freitag auf den Weg machen durfte und ein gefühlter Tornado, der wohl das Potenzial gehabt haben soll, eine Spielabsage zu provozieren und wohl einige Grippen im Gästeblock auszulösen.
Nichtsdestotrotz zogen etwa 300 Unioner gegen den Wind, um ihre Mannschaft auch heute zu unterstützen. Die Szene wählte dabei relativ unterschiedliche Anreisemöglichkeiten, wobei ein vollgepackter Bus als Mutterschiff agieren sollte. Eine komplett geschlossene Anreise ist leider bei diesen Anstoßzeiten unmöglich. Der Support stellte sich, wie immer in Fürth, mehr als schwierig dar. In Hälfte eins versammelte man sich geschlossen weiter oben im Block hinter der Union-Berlin-Fahne, jedoch konnte man an diesem Tag, wie auch die Jahre zuvor, kaum den gesamten Block erreichen. Zur zweiten Hälfte gab es dann ohne Union-Berlin-Fahne den Höhepunkt des Sturms und in der Folge sogar ne relativ schicke Party, in der man sich auch noch das moralische 5:5 erspielte (inklusive 40 Meter Freistoß von Tusche, sowie Kontertor von Sergej Barbarez). Am Ende muss man sagen, dass man einfach mal das Beste aus der Situation gemacht hat. Die Szene Fürth konnte bzw. sollte man heute nicht bewerten, da der Wind einem dies unmöglich machte. Lediglich das "Einsingen" von circa 100 Leuten wirkte dezent lächerlich.
Ohne größere, nennenswerte Vorfälle erreichte man wieder die Hauptstadt.
14.12.2011 @ 13.12Uhr
Berlin gegen Frankfurt ein Klassiker, wie er im Buche steht. Denkt man. Ein Blick in den Gästeblock ließ die Vorfreude einiger dadurch gelockter Besucher jedoch deutlich schwinden. Nicht etwa die Eintracht war zu Gast, nein wir bekamen es mit dem FSV zu tun. Die circa 50 angereisten Gästefans schafften es immerhin, ihre zwei mitgebrachten Zaunfahnen auch an den dafür vorgesehenen Zaun zu hängen. Schafft ja auch nicht jede Szene. Auf unserer Seite begann man das Spiel mit einer größeren Spruchbandaktion die das Logo zur Pyrokampagne und zwei Spruchbänder zeigte. "SCHLUSS MIT DER VERARSCHUNG", "AUCH NIERSBACH WIRD ERST ERNST GENOMMEN, WENN WIR DEN RUNDEN TISCH BEKOMMEN". Damit schoss man natürlich nicht explizit gegen die genannte Person, sondern will klar machen, dass es völlig egal ist, wer uns verarscht bzw. im besten Fall in Zukunft auf uns zu kommt. Ob die Art und Weise der Kandidatenfindung zum DFB-Präsidenten wirklich als vertretbar zu befinden ist, soll dabei mal außer Acht bleiben.
Aber ab zum Spiel. Nach zögerlichem Anfang der beiden Mannschaft übernahm unser Team schnell die Initiative und dominierte den Gegner um unseren Rekordtorschützenkönig Benyamina. In der 17. Minute schepperte es das erste Mal im Kasten der Gäste. Kurz vor der Halbzeit erhöhte dann unsere Mannschaft auf 2 zu 0 und der Drops schien gelutscht zu sein. Auf den Rängen gab es auch ein wenig Veränderung die Jungs von TSK probierten sich dieses Mal unten neben dem WS, um einen kompakten Stimmungsblock zu bilden und somit gegen die Lethargie der letzten Heimspiele anzukämpfen. Grundsätzlich klappte dieser Versuch unten ganz gut, leider fehlt im oberen Bereich der Waldseite nun komplett eine konstante in Sachen Support, sodass wir insgesamt das Experiment als gescheitert ansehen. Die erste Halbzeit war dann auch dementsprechend. Obwohl die Leistung der Mannschaft wieder einmal richtig gut war, so sah der Support von den Rängen abermals mehr nach Arbeit als nach Emotionen aus. Mit dem Verlauf der zweiten Halbzeit und den nächsten beiden Toren der Mannschaft änderte sich das Bild dann glücklicherweise und der Support wurde leidenschaftlicher. Was jedoch eher dem Spielverlauf und Liedauswahl als den veränderten Verhältnissen auf den Rängen zuzuschreiben ist. Unsere Mannschaft gewann das Spiel also mehr als deutlich.
Am Abend begab man sich dann noch zum jährlichen Duell auf das Eis. Wer gewonnen hat, ist uninteressant bzw. interessiert vermutlich auch nur den Gewinner. Am Sonntag wurde abschließend der Abend gemütlich unter Unioner bei der Szene-Weihnachtsfeier verbracht und so hörte man sich die "alten" Geschichten von Wolfgang Wruck und Jimmy Hoge an. Beide Veranstaltungen bekommen das Prädikat sehr gut.
Zu guter Letzt bleibt noch ein Spruchband zu erwähnen. Mitte der ersten Halbzeit gab es zu lesen "Dialog und Diskussion statt Verallgemeinerung und Sanktion" ein Wunsch, den wir für den Fankongress am 14. und 15. Januar hier in Berlin haben. Der Kongress ist erstmals von Fans geplant worden und hat das Ziel mit den Verantwortlichen von DFB, DFL etc. zu erarbeiten, was der Fußball wirklich für die aktiven Fans bedeutet. Weitere Informationen erhaltet ihr unter fankongress-2012.de
11.12.2011 @ 13.12Uhr
Die Anspannung stieg von Tag zu Tag. Die Vorfreude auf das Kräftemessen mit der mit uns so stark verfeindeten Fanszene des FC Energie Cottbus stieg ins unermessliche. Das legendäre Berlin-Brandenburg Derby elektrisierte die Massen.
NICHT!
Union gegen Cottbus: The same procedure as every year. Irgendjemand versucht in dieses Spiel immer ein wenig böses Blut hineinzubringen, was jedoch keines der beiden Lager wirklich interessiert. Und so spulte man sein übliches Programm bis zum Spielbeginn ab. Lediglich die Jungs der East Devils hatten den einen oder anderen Handschlag mehr zu tun als sonst. Sollte doch heute ihre 10-Jahres Choreo und damit verbunden ihre erste Choreo anstehen. Die Försterei füllte sich also, die Hymne begann, die Schals gingen nach oben und zeitgleich wanderte auch die Blockfahne der Devils über unsere Köpfe. Ein sehr nettes Bild und ein wenig Selbstgefeiere darf beim 10-Jährigen auch ruhig mal sein. Abermals Gratulation an die Jungs. Die Choreo war vorüber und nach gerade einmal 5 Minuten klingelte es dann auch schon im Kasten der Gäste und Silvio konnte sich feiern lassen. An dieser Stelle könnte man den Bericht auch gleich beenden. Union gewann die Partie mit 1:0 und dass auch durchaus verdient. Der Gästeanhang war im Kopf wohl eher damit beschäftigt, wo man auf dem Heimweg am Besten noch an ein Glas Spree-Waldgurken kommen würde. Ihr Support war auf jeden Fall nicht der Rede wert. Typisch Cottbus könnte man sagen, aber bei den letzten Auftritten haben sie schon einmal das Gegenteil bewiesen. Tja und unsere Leistung möchte ich an diesem Tag mit konstant, mit Blick auf die letzten Heimspiele, beschreiben. Konstant schlecht, wie Gummi zog sich der Support hin, die Mannschaft spielte ordentlich und dennoch konnte sich keiner so richtig an dem Verlauf des Spieles hochziehen und motivieren. Eine Entwicklung der Mann entgegenwirken muss. Die nächste Möglichkeit gibt es schon am Samstag gegen den kleineren Verein aus der Bankenstadt am Main.
03.12.2011 @ 13.12Uhr
Und wiedereinmal kam es zur Neuauflage dieses "Ost-Derbys". Die Anreise gestaltete sich relativ entspannt, da man den V.I.R.U.S-Entlastungszug nutzte. Im Vorfeld hörte man schon einiges von verstärkten Kontrollen, welche schon ab Lichtenberg losgehen sollten. Dies bewahrheitete sich alles erst einmal nicht und man konnte entspannt auf das 10 jährige Jubiläum der East Devils anstoßen. Glückwünsche gehen auch an dieser Stelle noch einmal in die Platte.

Nach kurzer Fahrzeit erreichte man Rostock, wo man versuchte einen ordentlichen geschlossen Marsch zum Stadion zu gestalten. Hätte man gewusst, was für Einlasskontrollen auf einen warten, hätte man den Marsch jedoch deutlich beschleunigen können, wenn nicht sogar müssen. Die Strategie der Polizei, des Ordnungsdienstes, des Rostocker Sicherheitschefs oder von irgendeinen anderen Vollidioten war gänzlich darauf ausgerichtet, ein zweites Love-Parade-Szenario hervorzurufen. Zwei kleine Eingänge zum Stadionvorplatz für 2.000 Menschen sowie, vier kleine Eingänge ins Stadion sind einfach zu wenig, und wenn dann auch nur 200 Mann in den Vorraum dürfen, ist eine Katastrophe nur eine Frage der Zeit. Zum Glück kam es nicht dazu, wobei es wohl den einen oder anderen Verletzten gab. Im Stadion angekommen wurden die Zaunfahnen wieder zweckentfremdet und so musste man massig Tape dazu verwenden, damit die Fahnen auch an der Plexiglasscheibe kleben blieben. Die Partie begann dann mit 15 Minuten Verspätung und zum Einlauf der Mannschaft gab es ein kleines Luftballon Intro auf unserer Seite, welches aufgrund des "Luftballonverbotes" jedoch sehr abgespeckt war. Im Anschluss legten beide Seiten stimmgewaltig los und peitschten ihre Mannschaften nach vorne. Auf dem Feld gab es kein großes Abtasten und die beiden Mannschaften suchten ihr Heil im Angriff. Die Rostocker eroberten sich im Verlauf der ersten Halbzeit etwas mehr Spielanteile, unsere Mannschaft hingegen ließ sich ein wenig hinten rein drängen, blieb aber gefährlich. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erleuchteten dann etliche pyrotechnische Erzeugnisse das Ostseestadion. Es ist einfach der pure Rausch, den Block in diesem hellen Licht zu sehen und mal wieder ein Zeichen zu setzen, dass jede Kontrolle der Welt Pyrotechnik nicht aus dem Stadion fernhalten kann. Leider kam es auch zu einem Böllerwurf, der aber keinem der beiden Szenen genau zugeordnet werden kann und mutmaßlich an unserer Plexiglasscheibe in den von Zuschauern freien Bereich hochging. Die Pyroshow schien auch die Spieler auf dem Feld imponiert zu haben und so sah man hervorragenden Angriffsfußball, der es ganze 5 Mal im Kasten der Rostocker klingeln ließ. In der 53. Minute konnte man somit schon das erste Mal den sicher geglaubten Sieg feiern und den Block der Suptras immer weiter verstummen lassen. Während unser Support konstant gut war, jedoch noch weiter Luft nach oben bot, beschränkten sich Teile des angrenzenden Stimmungsblocks der Rostocker zum Ende hin auf teilweise sehr plumpe Sprüche. Naja, wer es braucht. Im Anschluss an das Spiel erlebte man wiederholt die miserable Planung, so standen lediglich 4 Busse zur Verfügung, welche die Masse an Leuten zum Hauptbahnhof bringen sollten und natürlich wurden nur einige Leute auf den Vorplatz gelassen, sodass sich eine ähnliche Situation wie beim Einlass entwickelte. Irgendwann konnte man dann unverletzt den Bus besteigen und wurde zum Hauptbahnhof chauffiert. Rostock hielt sich am heutigen Tage jedoch stark zurück und so gab es nur einen kleinen 3 Mann-Angriff mit Steinen auf einen Bus, wobei es sich wohl um Ersttäter handelte, da die Wurftechnik nicht ausgereift schien. Von Rostock Hbf an erreichte man dann mit reichlicher Verspätung wieder Berlin und der zweite Auswärtssieg in Folge konnte gebührend gefeiert werden.